Insel Rügen Buchen
Insel Rügen MV

Lückenschluss der neuen Rügenbrücke in Sicht

Geschrieben am 30. Juli 2007 in Allgemein von engel || Keine Kommentare

Stundenlanges Stopp and Go, 20 Kilometer lange Staus von und zur Insel Rügen – der 1936 erbaute und in die Jahre gekommene Rügendamm ist vor allem im Sommer im Verkehrsfunk von Mecklenburg-Vorpommern ein Dauerbrenner. Bevor der Großstädter an den feinsandigen Stränden oder an der Kreideküste der Insel die Seele baumeln lassen kann, muss er sich über das Nadelöhr zwischen Stralsund und der Insel quälen. Doch in den nächsten Tagen rückt Deutschlands größte Insel verkehrstechnisch näher ans Festland heran. Mit dem symbolträchtigen Lückenschluss für die neue Rügenbrücke gehen die Bauarbeiten an Deutschlands größtem Brückenbauwerk dem Ende entgegen. Anlässlich des Brückenschlags kurz vor der Insel Rügen ist am Montag eine Begehung geplant.

Bereits im Oktober 2007 soll der Verkehr über die rund 4,1 Kilometer lange, aus sechs aneinandergereihten Brücken und einem Damm bestehende Verbindung rollen. Vor allem die Schrägseilbrücke mit dem markanten 127 Meter hohen Pylon wird, wie von Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Otto Ebnet (SPD), als “bauingenieurstechnische Meisterleistung” gelobt. Für die Tourismusbranche und die Wirtschaft der Insel ist das prestigeträchtige, rund 100 Millionen Euro teure Brückenbauwerk ein Mosaikstein für die bessere Infrastrukturanbindung der Insel. Die Brücke komplettiere neben der Ostseeautobahn A 20 und dem Rügenzubringer die infrastrukturelle Anbindung, sagt der Chef des Tourismusverbandes Rügen, Thomas Wuitschik.

Mit rund 1,3 Millionen Gästen und knapp sieben Millionen Übernachtungen pro Jahr ist Deutschlands größte Insel zugleich auch die mit den meisten Gästen. Der Urlauber werde, wenn auch die Nachfolgestraße auf der Insel ausgebaut ist, stressfreier und zügiger zu seinem Urlaubsziel gelangen, erklärt Wuitschik. Ob die Brücke die Tourismuszahlen nach oben treibt, bleibe abzuwarten. Denn in den Stauzeiten im Sommer ist die rund 70 000 Einwohner zählende Insel mit ihren 64 000 Gästebetten bereits jetzt nahezu komplett ausgebucht. Nach Prognosen der Bundes-Planungsgesellschaft Deges werden pro Tag rund 23 000 Fahrzeuge über die neue Rügenbrücke rollen.

Rügen und MV erleben mit dem ruegen-express.de-Team

Die Superbrücke von Rügen

Geschrieben am 27. Juli 2007 in Allgemein von engel || Keine Kommentare

Stau Ade: Die neue moderne Überquerung bringt Urlauber ab Oktober noch schneller an die Ostsee. Ein technisches Meisterstück.

Selbst Ingenieure kommen hier in Stralsund ins Schwärmen. So modern, so leicht und so schlank sind nur wenige Brücken auf der Welt. Die Rügendammbrücke ist ein sehr elegantes Bauwerk für diese Dimension. Eleganz aus 10000 Tonnen Stahl und Beton auf 4100 Metern Länge.

Zum einen den Traum vom staufreien Ostsee-Ausflug nach Binz, Putbus oder Sassnitz. Dessen Erfüllung rückt ab Oktober 2007 immer näher. Dann wird die neue Super-Brücke nach drei Jahren Bauzeit eingeweiht. Sie ist das zentrale Teilstück der Bundesstraße 96n von der A20-Abfahrt Stralsund bis Bergen. Die 55-Kilometer-Strecke soll bis nächstes Jahr komplett befahrbar sein. Das bedeutet dann einen Reisezeitvorteil von gut einer Stunde(!). Denn der alte Rügendamm aus dem Jahre 1936 war eine Klappbrücke. Bei Schiffsdurchfahrten im Strelasund mussten die Autofahrer (bislang 17000 Fahrzeuge pro Tag) an den Schranken lange warten. Die neue Brücke führt in luftigen 42 m Höhe über den Strelasund hinweg. Was die rund 100000 Baustellentouristen, aber auch die 400 Bauarbeiter faszinierte: Hier kam Europas größter Schwimmkran zum Einsatz. Sogar nachts pilgerten Neugierige zur Baustelle, um die 85-Mio.-Euro-Brücke wachsen zu sehen.

Pro Jahr kommen 1,1 Millionen Urlauber nach Rügen. Aktuellen Berechnungen zufolge werden pro Tag 28000 Fahrzeuge die Superbrücke passieren. Und das vielleicht sogar mit bis zu 100 km/h. Rügen, wir kommen!

Rügen erleben mit dem ruegen-express.de-Team

Algenpackungen im Medical Wellness Hotel

Geschrieben am 23. Juli 2007 in Allgemein von engel || Keine Kommentare

Unsere wertvollen Algen, gewonnen aus den Tiefen des Meeres sind ein reines Naturprodukt. Die in ihnen enthaltenen Stoffe, wie Mineralien, Vitamine, Proteine und Jod, bedeuten für die Haut und den Körper pure Erholung und Regeneration.

Im Medical Wellness Bereich, werden diese Stoffe in Verbindung mit Wärme, als Teil- und Ganzkörperpackung angewandt. Diese optimale Kombination, fördert die Durchblutung, regt den Stoffwechsel an und belebt Körper und Geist. Eine im Anschluss durchgeführte Teil- oder Ganzkörpermassage intensiviert auch noch die Relaxation unserer Muskulatur.

In den vom Deutschen Wellness Verband zertifizierten Medical Wellness Hotels, sind viele Arrangements und Angebote dieser Art, im voraus buchbar.

www.medicalreisen.de

Duell der Inseln

Geschrieben am 18. Juli 2007 in Allgemein von engel || Keine Kommentare

Belegt ist, dass die größte Insel Deutschlands zugleich auch das beliebteste Eiland ist. Gemessen an den Gästen und deren Übernachtungen lockt die Insel Rügen seit 1992 im Vergleich zu Sylt mehr Urlauber an. Neidvoll mögen die Touristiker in den vergangenen Jahren auf Rügen geschaut haben. Denn auf Sylt brachte man es trotz Westerland-Rummel kaum zu Urlauberzuwächsen. Dabei kam es auf Rügen zu einer Verdoppelung der Gästezahlen.

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Mecklenburg-Vorpommern: Beliebtes Urlaubsziel

Geschrieben am 17. Juli 2007 in Allgemein von engel || Keine Kommentare

Fakt ist: In keinem anderen Bundesland verbringen die Deutschen so gern ihre Sommerferien wie in Mecklenburg-Vorpommern. Das Land, in dem sich im Juni die Staatsoberhäupter der größten Industrienationen und Russlands zum G8-Gipfel trafen, zieht von Jahr zu Jahr mehr Reiselustige an. Mecklenburg-Vorpommern ist auf seine Besucher gut vorbereitet. Die Infrastruktur im Norden wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert. Die Anreise ist jetzt nicht nur bequem, sondern auch auf vielfältigste Art und Weise möglich.

Das gut ausgebaute Autobahnnetz schafft die Anbindung zu den Ballungszentren von Hamburg und Berlin. Autofahrer nutzen zudem die neu asphaltierten Bundes- und Landstraßen, die von Alleebäumen gesäumt sind. Auf diesen Straßen gilt das Motto: Der Weg ist bereits das Ziel. Auch mit dem Zug ist Mecklenburg-Vorpommern sehr gut zu erreichen. Aus vielen deutschen Städten bietet die Deutsche Bahn zahlreiche Direktverbindungen an. Wer ausgeschlafen in Rostock, Stralsund oder Binz auf Rügen ankommen möchte, reist mit dem Nachtzug. Besonders für Besucher aus Süddeutschland eine sinnvolle Alternative zu langen Autofahrten. Neben der Deutschen Bahn fährt auch der InterConnex – Deutschlands erster privater Fernzug – von Leipzig über Berlin nach Rostock-Warnemünde und zurück.

Wer lieber per Flugzeug reist, hat es ebenfalls leicht: Der regionale Flughafen Rostock-Laage wird von München und Nürnberg aus angesteuert. Und es geht noch bequemer: Usedom, Deutschlands zweitgrößte Insel, ist jetzt auch direkt aus der Luft erreichbar. Ab 20. Mai 2007 fliegt Cirrus Airlines nonstop von Mönchengladbach nach Heringsdorf. Die Flugzeit beträgt nur 90 Minuten. Komfortabler und schneller ist der Start in den Urlaub kaum möglich. Neben der Verbindung vom Niederrhein wird Heringsdorf, das alte deutsche Kaiserbad, auch aus Berlin sowie aus Mannheim und Saarbrücken (jeweils via Berlin) angeflogen. Gäste aus dem Ausland erreichen Mecklenburg-Vorpommern am besten über die nur zwei Stunden entfernten internationalen Flughäfen in Hamburg und Berlin.

MV zur Sommerzeit erleben mit dem ruegen-express.de-Team

Rügen sticht Sylt aus

Geschrieben am 16. Juli 2007 in Allgemein von engel || Keine Kommentare

Rügen oder Sylt – welche dieser Inseln ist Deutschlands beliebtestes Eiland?
Stellt man diese Frage auf der Nordseeinsel Sylt so gibt es wohl keine Zweifel. Hier wird Sylt immer noch gebetsmühlenartig als beliebteste Urlaubsinsel Deutschlands vermarktet.
Dabei ist die Ostseeinsel Rügen in der Gunst der Besucher weit vorne.
Hier der Beweiß:
Die bessere Infrastruktur trägt hier schon einen großen Beitrag hinzu. Eine größere Anzahl an Unterkunftsmöglichkeiten bieten den Rügenurlauber eine qualitativ bessere Auswahl.
Längere Sandstrände zum Baden sowie viel mehr Sonnenstunden im Jahr machen dann das Packet Rügenurlaub perfekt. So lockt Rügen 1 300 000 Ostseeurlauber im Jahr an – das ist fast das Doppelte mehr als auf Sylt.

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Die Super-Brücke von Rügen

Geschrieben am 15. Juli 2007 in Allgemein von engel || Keine Kommentare

Stau Ade: Die neue moderne Überquerung bringt Urlauber ab Oktober noch schneller an die Ostsee. Ein technisches Meisterstück.

Selbst Ingenieure kommen hier in Stralsund ins Schwärmen. So modern, so leicht und so schlank sind nur wenige Brücken auf der Welt. Die Rügendammbrücke ist ein sehr elegantes Bauwerk für diese Dimension. Eleganz aus 10000 Tonnen Stahl und Beton auf 4100 Metern Länge.

Zum einen den Traum vom staufreien Ostsee-Ausflug nach Binz, Putbus oder Sassnitz. Dessen Erfüllung rückt ab Oktober 2007 immer näher. Dann wird die neue Super-Brücke nach drei Jahren Bauzeit eingeweiht. Sie ist das zentrale Teilstück der Bundesstraße 96n von der A20-Abfahrt Stralsund bis Bergen. Die 55-Kilometer-Strecke soll bis nächstes Jahr komplett befahrbar sein. Das bedeutet dann einen Reisezeitvorteil von gut einer Stunde(!). Denn der alte Rügendamm aus dem Jahre 1936 war eine Klappbrücke. Bei Schiffsdurchfahrten im Strelasund mussten die Autofahrer (bislang 17000 Fahrzeuge pro Tag) an den Schranken lange warten. Die neue Brücke führt in luftigen 42 m Höhe über den Strelasund hinweg. Was die rund 100000 Baustellentouristen, aber auch die 400 Bauarbeiter faszinierte: Hier kam Europas größter Schwimmkran zum Einsatz. Sogar nachts pilgerten Neugierige zur Baustelle, um die 85-Mio.-Euro-Brücke wachsen zu sehen.

Pro Jahr kommen 1,1 Millionen Urlauber nach Rügen. Aktuellen Berechnungen zufolge werden pro Tag 28000 Fahrzeuge die Superbrücke passieren. Und das vielleicht sogar mit bis zu 100 km/h. Rügen, wir kommen!

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Tourismus ist Gewinner des G8-Gipfels

Geschrieben am 11. Juli 2007 in Allgemein von engel || Keine Kommentare

Schwerin (dpa) – Der Tourismus ist nach den Worten von Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) der Gewinner des G8-Gipfels im Juni in Heiligendamm. “Viele hätten es dem Land nicht zugetraut, eine so große Veranstaltung zu stemmen”, sagte Seidel am Dienstag in Schwerin. Die unschönen Bilder von der Demonstration in Rostock vor dem G8-Gipfel hätten keinen größeren Schaden angerichtet, da die Ausschreitungen auf einen Tag beschränkt geblieben seien. Die Präsidentin des Landestourismusverbandes, Sylvia Bretschneider, kündigte eine konkrete Bilanz des G8-Gipfels für Anfang August an.

Seidel sagte, der Schwung durch G8 sollte vor allem für den Tagungstourismus genutzt werden. Er mache bereits zehn Prozent am gesamten Umsatz der Tourismusbranche im Nordosten aus. Vor dem G8- Gipfel habe das Land 660 000 Euro ausgegeben, unter anderem für Messebeteiligungen und um Servicepersonal in Englisch zu schulen.

Der Tourismusverband hat laut Bretschneider aus dem G8-Gipfel viele neue Anknüpfungspunkte für das internationale Marketing gewonnen. ?Wir müssen uns stärker auf die internationalen Märkte ausrichten?, sagte sie, nachdem in den vergangenen Jahren zunächst ostdeutsche Stammgäste zurück- und Gäste aus den alten Bundesländern neu gewonnen worden seien. Mecklenburg-Vorpommern habe die meisten Nachfragen aus den Niederlanden, Skandinavien, der Schweiz und Österreich. Mitte Juni seien auf der Internetseite des Verbandes 30 bis 40 Prozent mehr Besucher als sonst registriert worden.

MV und Rügen erleben mit dem ruegen-express.de-Team

Urlaub auf Rügen liegt voll im Trend

Geschrieben am 10. Juli 2007 in Allgemein von engel || Keine Kommentare

Urlaub in Deutschland liegt im Trend. Wir waren zwei Wochen auf Rügen. Und wären gerne noch länger geblieben.

In den letzten 30 Jahren war eigentlich eines immer klar gewesen: Meinen Urlaub verbringe ich möglichst weit weg von Deutschland. Dieses Jahr sollte alles anders sein. Sowohl meine Liebste als auch ich hatten auf einmal Lust, unseren Urlaub in Deutschland zu verbringen. Nach reiflicher Überlegung fiel unsere Wahl auf die Insel Rügen.

Rügen hat alles, was ich für einen erholsamen Urlaub benötige. Als erstes einmal: ein Meer mit kilometerlangen Sandstränden. Zum Zweiten: Ausgedehnte Wandermöglichkeiten durch nahezu unberührte Natur. Große Teile der Insel sind als Nationalpark, Naturschutzgebiet oder als Biosphärenreservat ausgewiesen, wobei mir nicht ganz klar ist, wo dabei die Unterschiede liegen. Und Drittens: Es ist eine der sonnenreichsten Gegenden in Deutschland. Auch wenn das Risiko auf schlechtes Wetter an der Ostsee naturgemäß höher ist als am Mittelmeer.

An einem Samstagmorgen Ende Mai machten wir uns in aller Herrgottsfrühe auf den Weg. Nachdem das unvermeidliche Chaos rund um Hamburg überstanden war, rollten wir die letzten 250 Kilometer auf der neuen Ostseeautobahn gemütlich und staufrei dahin, bis wir nach ca. 8 Stunden die alte Hansestadt Stralsund, inzwischen Weltkulturerbe und das Tor nach Rügen, erreichten. Von dort aus ging es über die alte Brücke rüber auf die Insel.

Schon die 45-minütige Fahrt über die Insel zum Ostseebad Binz, wo wir für die nächsten zwei Wochen unsere Ferienwohnung gemietet hatten, war ein Erlebnis. Wir hatten nicht den Hauptweg über die Bundesstraße gewählt, sondern fuhren über Nebenstrecken, die zu weiten Teilen zur deutschen Alleenstraße zählen, die ja von Rügen aus durch ganz Deutschland führt. Kilometerlang säumten Bäume rechts und links der Straße den Weg, so dass man die ganze Zeit durch einen grünen Tunnel zu fahren schien. Den farblichen Kontrast zum satten Grün bildeten die feuerroten Klatschmohnfelder, die sich hinter den Bäumen erstreckten soweit das Auge reichte. Wann hatte ich so etwas das letzte Mal gesehen? Ich konnte mich nicht erinnern und war bereits jetzt völlig überwältigt von der Schönheit, die diese Landschaft zu bieten hatte.

Binz übertraf alle Erwartungen. Wer, wie meine Liebste, kurz nach der Wende schon einmal dort gewesen war und den Verfall nach 40 Jahren sozialistischer Planwirtschaft fassungslos bestaunen konnte, wähnte sich in einer anderen Welt. Sämtliche der klassischen alten Bädervillen entlang der 3 Kilometer langen Strandpromenade waren in den letzten Jahren umfangreich saniert und überwiegend in Ferienwohnungen umgewandelt worden. Die Baulücken hatte man vorsichtig und stilecht geschlossen und so erstrahlt Binz heute wieder im alten Glanz eines klassischen Seebades aus der Jahrhundertwende.
Das Begrüßungswetter war freundlich und verhieß für die nächsten zwei Wochen erholsame Ferien. Wir hatten uns eine Ferienwohnung in einer der Villen direkt an der Promenade gemietet. Von der Terrasse aus hatten wir einen wunderbaren Ausblick direkt auf die höchstens 50 Meter entfernte Ostsee. Nur Promenade und Strand trennten uns vom Wasser. Eine absolute Traumlage.

Am nächsten Morgen dann der Schock: Über Nacht war eine Schlechtwetterfront aufgezogen. Stürmische Winde peitschten übers Wasser und im Sekundentakt knallten die Wellen lautstark an den Strand. Die Quecksilbersäule verharrte bei 16 Grad und sollte sich auch die nächsten Tage nicht wesentlich steigern. Offenbar waren wir auch dieses Mal wieder nicht mit dem Wettergott im Bunde. Regenschauer, kurze, heftige Gewitter, aber zum Glück auch immer wieder sonnige Abschnitte wechselten sich die nächsten Tage ab. Nur kalt blieb es die ganze erste Woche. An die Nutzung unseres Strandkorbes war zunächst nicht zu denken.

Wir versuchten das Beste draus zu machen, ignorierten die Witterung so weit wie möglich und machten uns in den nächsten Tagen auf, die Insel zu erwandern. Meistens hatten wir dabei Glück im Unglück und die dunklen Wolken, die morgens noch Unheil verkündend den Himmel bedeckten, rissen irgendwann gegen Mittag auf, so dass wir die landschaftliche Schönheit doch noch genießen konnten.
Und da hat Rügen wirklich jede Menge zu bieten. Alles hier aufzuführen, würde den Umfang des Textes bei weitem sprengen. Nicht umsonst hat Merian das aktuelle Juni-Heft ausschließlich dieser Insel gewidmet. Daher hier nur kurz angerissen die in meinen Augen lohnenswertesten Ziele.

Direkt vor unserer Haustür begann der Granitz-Wald, ein weitgehend naturbelassenes Gebiet, auf dem wir immer an der Hochküste entlang bis zum etwa 6 km entfernten Nachbarseebad Sellin mit seiner berühmten bebauten Seebrücke gewandert sind. Auf dem Rückweg wählten wir dann die Strecke mitten durch den Wald, der nach einem kurzen aber giftigen Aufstieg zum Jagdschloss Granitz führte. Die freischwingende, gusseiserne Wendeltreppe hoch in den Mittelturm ist mit ihren 154 Stufen nur etwas für Schwindelfreie. Dafür entschädigt oben angekommen der Ausblick über den gesamten nord-östlichen Teil der Insel für die Mühe und den Angstschweiß.

Sehr empfehlenswert ist auch ein Abstecher ins Mönchgut, einer dünn besiedelten Landschaft südlich der Seebäder. In sanften Hügeln schwingt sich dort die grüne Landschaft bis ans Meer. Ein paar Schafe, bunte Blumenwiesen und ab und an ein paar reetgedeckte Häuser bieten herrliche Eindrücke. Wir haben als Wandertour die Umrundung des Zickerschen Höft gewählt, einer Halbinsel im südlichen Teil des Mönchguts, das wir in gut zwei Stunden immer an der Küste entlang umrundet hatten.

Natürlich durfte auch die Königsetappe auf Rügen nicht fehlen. Von Sassnitz aus auf dem Hochuferweg an der Kreideküste entlang bis zum Königsstuhl. Hier hat sich Caspar David Friedrich die Eindrücke für sein weltberühmtes Bild von den Kreidefelsen auf Rügen geholt. Der gut ausgebaute Wanderweg führt durch die Stubnitz, das größte zusammenhängende Waldgebiet auf der Insel. Immer wieder bieten sich spektakuläre Ausblicke auf die Steilküste, bevor sich der Weg dann wieder etwas von der Küste abwendet und durch den Wald schlängelt. Schwer passierbare Stellen sind durch teilweise mehrere hundert Meter lange Treppen- und Brückenkonstruktionen aus Holz begehbar gemacht worden. Der Weg ist durch seine ständigen An- und Abstiege recht beschwerlich und so waren wir schon ein wenig erschöpft, als wir nach etwa 2 ½ Stunden das Ziel erreichten.

Auch Hiddensee, die kleine Schwester von Rügen und an der Nordwest-Küste vorgelagert, sollte man unbedingt besuchen. Von Schaprode aus geht es mit der Fähre auf diese autofreie Insel, nur 16 km lang und zwischen 300 und 3.000 Metern breit. Die Zeit scheint dort dir letzten hundert Jahre stillgestanden zu haben. Keine Autos, keine Hektik, nur Schafe, drei Dörfer und ein Leuchtturm. Mit dem Fahrrad einmal von Nord nach Süd und wieder zurück ist inklusive Kaffepause und Besichtigung des Leuchtturms, zu dem man übrigens nicht direkt mit dem Fahrrad hinkommt und noch ein gutes Stück laufen muss, in drei bis vier Stunden bequem zu erledigen.

Bliebe noch Kap Arkona, der nördlichste Punkt der Insel mit seinen beiden Leuchttürmen. Auch dort gibt es einen schönen Küstenwanderweg.

Zum Glück wurde das Wetter in der zweiten Woche besser. Die Sonne setzte sich zunehmend durch, es wurde wärmer und so konnten wir auch ein wenig das Strandleben genießen. Bei langen Strandspaziergängen und einigen faulen Stunden im Strandkorb, bewaffnet mit John Irving und reichlich Sudokus, konnten wir die Seele ein wenig baumeln lassen.

Alles in allem war es ein sehr erholsamer Urlaub. Rügen ist wirklich eine traumhaft schöne Insel. Kilometerlange, flach ins Wasser abfallende Strände, herrliche Wander- und Radwege durch zum Teil fast unberührte Natur, abwechslungsreiche Landschaft, mit Binz und Sellin zwei wunderschöne Seebäder und viele weitere Sehenswürdigkeiten, die ich hier gar nicht alle aufzählen konnte, machen Rügen zu einem idealen Urlaubsort.
Wenn nur die Sache mit dem Wetter nicht wäre. Aber wenn man der Wetter-Statistik glauben darf, haben wir wohl einfach nur ein wenig Pech gehabt. Eines ist jedenfalls klar: Das war sicher nicht das letzte Mal, dass wir dorthin gefahren sind.

Quelle: www.pr-online.de

Rügen erleben mit dem ruegen-express.de-Team

Kreideabbruch an Rügens Ostseeküste

Geschrieben am 3. Juli 2007 in Allgemein von engel || Keine Kommentare

Nach schweren Regenfällen sind an der Kreideküste der Insel Rügen rund 5000 Kubikmeter Kreide von der Steilküste abgebrochen. Das ist der größte Abbruch seit mehr als zwei Jahren. Damals waren beim Abbruch der Wissower Klinken schätzungsweise 50.000 Kubikmeter Kreide in die Tiefe gestürzt.

Der aktuelle Absturz sei ein Abbruch “mittlerer Größe” und steht im Zusammenhang mit den extremen Niederschlägen in der vergangenen Woche. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden. Allein am Mittwoch waren auf Rügen innerhalb von 24 Stunden rund 62 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Damit ging innerhalb eines Tages rund ein Zwölftel der üblichen Jahresniederschlagsmenge nieder.

Der Abbruch am Kieler Bach und damit in der Mitte der rund 13 Kilometer langen Kreideküstenzone war am Donnerstag entdeckt worden. Die Kreidefelsmassen liegen noch immer im Uferbereich der Ostsee. Eine rund 40 Meter lange Zunge ragt auf einer Breite von bis zu 30 Metern in die Ostsee.

Kreideabbrüche im Uferbereich seien normale küstendynamische Vorgänge. Allerdings sei die Jahreszeit für den Abgang eher ungewöhnlich. Normalerweise lösten sich größere Teile im Frühjahr, wenn das Eis in den Ritzen und Poren der Küste zu tauen beginne.

So waren im Februar 2005 die berühmten Wissower Klinken von der Kreide-Steilküste abgebrochen, nachdem starke Niederschläge und Frost der Küste zugesetzt hatten. Einen Monat später hatte sich bei Lohme auf der Länge von rund 200 Metern Sand und Gestein gelöst und waren in die Tiefe gerutscht.

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