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Auf Rügen drohen Steilküstenabbrüche

Geschrieben am 2. Januar 2008 in Allgemein von engel || Keine Kommentare

Fußgänger zur Vorsicht aufgefordert

Bergen – Der Landkreis Rügen hat angesichts der jüngsten Kreideabbrüche an der Steilküste der Insel Spaziergänger zur Vorsicht ermahnt. Nach starken Niederschlägen, nach einer Schneeschmelze und außerdem durch einen Wechsel von Gefrieren und Auftauen bestehe eine große Gefahr, dass Teile des Kliffs abbrechen können, teilte der Landkreis in Bergen mit.
Erst vor wenigen Tagen hatte sich an der 13 Kilometer langen Kreideküste ein kleinerer Abbruch ereignet. Dabei rutschten rund 1500 Kubikmeter Kreide, Sand und Mergel ins Wasser hinunter. Im Februar 2005 waren beim Abbruch der Wissower Klinken schätzungsweise rund 50 000 Kubikmeter Kreide in die Tiefe gestürzt.
Dort, wo sich zudem Sickerwasserströme zwischen unterschiedlichen geologischen Schichten bewegen, bestehe eine besondere Gefahr für Uferabbrüche, hieß es. So waren im März 2005 bei Lohme auf einer Länge von rund 100 Metern Geschiebemergel- und Sandmassen rund 20 Meter in die Tiefe gestürzt.
Auch im Sommer 2007 hatte es bereits einen größeren Kreideabbruch gegeben. Nach sintflutartigen Niederschlägen waren im Juli rund 5000 Kubikmeter von der Steilküste abgebrochen. Zuvor waren innerhalb von nur 24 Stunden 62 Liter Regen pro Quadratmeter auf der Insel niedergegangen. Damit fiel innerhalb eines Tages rund ein Zwölftel der üblichen Jahresniederschlagsmenge. Der Abbruch damals ereignete sich am Kieler Bach und damit in der Mitte der rund 13 Kilometer langen Kreideküstenzone. Abbrüche im Sommer gelten als ein eher ungewöhnliches Ereignis. Die Insel Rügen hat Steilküsten auf einer Länge von insgesamt 140 Kilometern.

Rügen erleben mit dem ruegen-express.de-Team